Zusammenarbeit
Federführung 4a Architekten, Stuttgart
Freibad und Außenanlagen
Die besondere landschaftliche Qualität des Hirschbachtals mit seinen nach Norden und Süden ansteigenden, begrünten Hängen, dem wertvollen Baumbestand im Norden des Grundstücks und dem Ausblick auf die Schwäbische Alb in Richtung Südosten bilden die Grundidee für das neue Kombibad. Hinzu kommt die Bedeutung des Tals als wichtige Frischluftschneise für die Stadt Aalen. Das Gebäude entwickelt sich aus der Topographie heraus und wird ein Teil der Landschaft. Um diese Qualitäten zu unterstreichen, soll sich das neue Kombibad der Landschaft unterordnen und so gut wie möglich mit ihr verschmelzen. Das Gebäude wird behutsam in den Hang eingefügt. Die Geschosse und Dachflächen fließen als begrünte Ebenen mit Terrassen und Einschnitten aus dem Hang heraus und bilden ein zurückhaltendes Gegenüber zur Wohnbebauung im Hirschbachtal, den Terrassenhäusern im Norden des Wettbewerbsgrundstücks. Als Ersatz für die Liegewiese am Nordhang soll den Besuchern ein Teil der begrünten Dachschollen als neue Liegewiese zur Verfügung gestellt werden.
Das Konzept der Terrassierung wird im Außenraum konsequent fortgesetzt.
Die Besucher werden über einen großzügigen Entreekorridor mit Baumreihen auf den Entreeplatz geleitet. Das Entreepodest mit einer Baumgruppe schafft hier einen zentralen Treffpunkt für Besuchergruppen und bietet Sitzmöglichkeiten. Das 50m-Schwimmbecken liegt auf einer tieferen Ebene. Der Höhenversatz bildet die Tribüne aus. Die Außenfläche der Gastronomie schiebt sich als Terrasse aus der Badeebene des Freizeitbades heraus. Das Erlebnisbecken sowie der Kinderplanschbereich des Freibades befinden sich wiederum auf niedrigeren Ebenen und bilden landschaftliche Terrassen. Verbunden sind diese durch Treppen und, in die Außenanlage integrierte, barrierefreie Rampen. Holzpodeste und Sitzmauern bieten Sitz- und Liegemöglichkeiten am Wasser.
Nord-westlich des 50m-Beckens werden Landschaftsterrassen mit Holzpodesten in die Topographie integriert, welche Aufenthaltsqualität schaffen und sich weitergeführt in westlicher Richtung zu einem Sportband mit Volleyball, Badminton, Fussball sowie Tischtennis und Tischfussball ausbilden.
Die zentrale Liegewiese durchfließt in Ost-West-Richtung das Freibadareal und bettet sich in die bestehende Landschaftsqualität ein. Sonnensegel schaffen hier schattige Bereiche. Nördlich der Liegewiese wird ein Kinderspielplatz verortet.
Die nördlich angrenzende Fläche fügt sich in die bestehende Topographie ein und inszeniert diese mittels Sitzstufen und Holzterrassen. Der Baumbestand wird hier nahezu vollständig erhalten und in die Gesamtkonzeption integriert.
Die Wegeführung umläuft die zentrale Liegewiese und verbindet alle Bereiche des Badareals miteinander. Hierdurch entstehen verschiedene Rundwege, welche je nach Verlauf thematisiert werden. So durchläuft der „Hangpfad“ beispielsweise die nördliche Topographie und inszeniert diese mittels Sitzstufen und Holzterrassen.
Erschließung Besucher
Der neu organisierte Besucherparkplatz bietet Parkraum für bis zu 360 Pkw. Die Erschließungsstraße wird als „Loop“ ausgebildet, wodurch auch ankommende Busse wenden können und auf einen separaten Wendehammer verzichtet werden kann. Im Bereich des Entreebereichs sind zudem die erforderlichen Fahrradstellplätze verortet.
1. Preis mit 4a-Architekten,
Nichtoffener Wettbewerb | 01/2019 |
Im bau seit | 03/2023 |





