Stadtteil Bieber Waldhof West in Offenbach am Main

Zusammenarbeit
Federführung prosa Architektur + Stadtplanung | Quasten Rauh PartGmbB , Darmstadt  


Städtebauliches Leitbild

Wohnen mit Bezug zur Natur – Flächenverbrauch gering halten, ökologischen Fussbadruck so klein es geht, Qualitäten und Ressourcen miteinander teilen klare städtebauliche Figur in kompakter Bauweise, öffnet sich großzügig zur Landschaft Zusammenwachsen mit Bestand durch gemeinsamen Quartiersplatz mit KiTa, Wohnprojekte an öffentlichen Räumen beleben die Orte, hohe Aufenthaltsqualitäten in Freiräumen schaffen Möglichkeiten der Kommunikation und Erholung.

Grün- und Freiraumkonzept

Verzahnung der umgebenden Landschaft mit dem neuen Quartier. Erhalt wertvoller Biotope. Baumstrukturen durchfließen das Quartier und verbinden bestehende Gehölzbestände strukturell. Zentrale Quartiersmitte als quartiersinterner Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität. Quartiersplatz mit Grüninseln, hoher Aufenthaltsqualität und Spielbereich schafft Verbindung zwischen bestehender Bebauung und dem neuen Quartier. Aufgreifen der strukturellen Parzellierung der umgebenen Landwirtschaft in den privaten „Hofgärten“ mit Krautgärten, Spiel- und Verweilöglichkeiten für die Bewohner. Erhalt bestehender Strukturen des nördlichen Planungsareals. Aufwertung mittels punktueller Landschaftsspots an markanten Stellen, wie dem Bieber

Klimaschutz und Klimaanpassung

Kompakte Strukturen – so wenig versiegeln wie möglich, Retentionsdächer (Verdunstungskühle), Regenwassersammlung in Zisternen (Bewässerung der Freiflächen) und Einleitung in Naturräume, regenerative Energiegewinnung au Dächern und Fassaden, Verschattung der Straßenräume gegen Überhitzung, Frischluftzirkulation durch angemessene Straßenbreiten und aufgebrochene Blöcke, mögliche Integarion von effizienten BHKWs und Nahwärmenetz, Abwasserwärmenutzung

Mobilitätskonzept

Attraktive Alternativen zum Auto aufzeigen, Mobilitätsstation für multimodales Verhalten am Quartiersplatz, Ringerschließung mit Anschluss an Seligenstädter Straße, Ruhender Verkehr in Quartiersgarage gebündelt Anlieferung, Umzüge, Notfälle, Müllabfuhr über verkehrsberuhigte Straße im ganzen Quartier, Nähe zu S-Bahn, Erweiterung Busstrecke durch Quartier – 2 Haltepunkte attraktive Fuss- und Radwege eingebunden in bestehendes Netz, differenziert ausgebaut, z.B. naturbelassene Pfade, wassergebundene Decke auf Wegen, asphaltierte Radschnellverbindung 

Integration in die umgebenden Landschaftsstrukturen und städtebaulichen Strukturen

Naturraum respektieren – Eingriffe so gering wie möglich, Quartiersplatz und KiTa als verbindendes Element zwischen Bestand und neuen Quartier, Mischung aus verschiedenen Wohntypologien im Quartier – Mehrfamilienwohnen, Reihenhäuser in größeren und kleineren Strukturen 

Erläuterung der Nachhaltigkeit der Konzeption

Geringer Flächenverbrauch durch kompakte Siedlungsfläche, Erhalt von bestehenden Freiraumstrukturen, geringe Eingriffe in Naturraum, kompakte Bauweise, flexibel auf Bedarf reagierende Strukturen, Grundkubatur läßt verschiedenste Typologien zu, Freiräume gemeinsam zu nutzen (kommunikationsfördernd, urban gardening, essbare Stadt, Sammlung Regenwasser in Zisternen zur Bewässerung der Freiflächen, Quartiersgarage rückbaubar – nach Verkehrswende Raum für Wohnraum / Freiraum, regenerative Energiegewinnung durch Stellung der Gebäude und Aktivierung der Fassaden und Dächer, kleinklimatische Einflussnahme durch Dach- und Fassadenbegrünung, CO2schonende Baustoffe


Anerkennung _ Nichtoffener Wettbewerb | 10/2019 |