Neubau Kombibad Rastatt

Zusammenarbeit
Federführung Lehmann Architekten GmbH, Offenburg

 

Mit dem Neubau zum Kombibad besteht die Chance am Freibad mit langer Geschichte ein Zusammenspiel aus historischem Ort und neuer Badelandschaft zu entwickeln. Das Eingangsgebäude und insbesondere die vorhandene Grünstruktur mit großem Baumbestand bilden eine reizvolle Grundlage für die neue Badelandschaft, einer Synthese aus Architektur und Landschaft.

Freiraumkonzept und Freianlagen

Die Freiräume des neuen Kombibadgeländes leiten sich aus den bestehenden Landschaftsräumen und -charakteristika ab. Der bestehende Landschaftsraum ist geprägt durch die unmittelbare Nähe zum Flößerbach, der Murg und dem zahlreichen Baumbestand. Die Liegewiese, Vorplätze und Badplatten samt Hallenbad, werden in die bestehende Topographie sowie die vorhandenen Baumhaine eingebunden und formal in das Motiv „Landschaft“ formuliert. Hierdurch entsteht eine fließende Gesamtskulptur, in der sich die Landschaft mit den neuen sowie bestehenden baulichen Qualitäten verzahnt und zu einem identitätsstiftenden Gesamtensemble inszeniert.

Der dicht bepflanzte bestehende Gehölzsaum wird erhalten, ergänzt und in die durchgängige Formsprache des neuen Kombibadgeländes ausformuliert. Hierdurch wird der Saum als räumlich-vegetatives Element in das geplante Freiraumensemble integriert und bestehende Grünverbindungen bleiben erhalten.

Entree:

Der äußere Vorplatz ist geprägt durch den Baumbestand der in großzügigen Grüninseln integriert wird. Durch das historische Badgebäude gelangen die Besucher auf den inneren Entreeplatz auf dem der historische Brunnen zentral neu verortet wird. Grüninseln mit Sitzstufen bieten Verweilmöglichkeiten.

Freibad:

Die Badelandschaft des Freibades treppt sich über großzügige Rasenstufen zur Liegewiese und den Badeplatten ab. Diese umspülen das neue Hallenbad und stärken die Verzahnung der Landschaft mit der Badelandschaft und dem Hallenbad zu einer Einheit. Mittels Treppenanlagen werden die direkten Verbindungen zu den Becken, Umkleiden und dem Hallenbad geschaffen. Rampenanlagen gewährleisten die Barrierefreiheit.

Das Kleinkinderbecken ist nahe zum Hallenbad verortet. Die angrenzende Rasenstufen bieten ausreichend Aufenthaltsmöglichkeiten zum Sitzen und Liegen. Gezielte Baumpflanzungen in Beckennähe sorgen für ausreichend Schatten.

Auf der große Badeplatte ist das Mehrzweckbecken mit 25m-Bahnen und Nichtschwimmerteil verortet. Eine Rasentribüne bietet Aufenthaltsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe zu den Becken und den Umkleiden. Holzpodeste mit Baumpflanzungen bieten zusätzliche Sitz- und Liegemöglichkeiten im Schatten. Die optionalen Bausteine 50m-Bahnen und Nichtschwimmerbecken sind mit geringem Aufwand in das Bedarfskonzept zu integrieren. Die Konzeption der Bedarfs-Badelandschaft wurde so angelegt, dass eine Erweiterung und Ergänzung, durch die Optionalen Bausteine und den angrenzenden Belagsflächen, mit geringen Rückbaumaßnahmen möglich ist und sich in das Gesamtbild nahtlos einfügen kann. Durch die räumliche Nähe der Becken zueinander wird der Anteil an versiegelten Flächen gering gehalten.

Die Liegewiese bietet durch den erhaltenen Baumbestand schattige sowie sonnige Bereiche. Im süd-östlichen Bereich der Liegewiese ist der „Sporthain“ mit Sportangeboten wie Fussball, Basketball und Beachvolleyball verortet.

Erschließung:

Der neu organisierte Parkplatz erhält 250 Stellplätze sowie 5 Behindertenstellplätz in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang. Die Stellplätze werden mittels Rasenliner in die grünen Inseln des Baumbestandes integriert.

Die Buswendeschleife wird in die achsiale Struktur des Parkplatzes integriert und unmittelbar an der Jahnallee verortet. 200 Fahrradstellplätze sind im Bestandsgebäude vorgesehen.

Nichtoffener Wettbewerb mit nachgeschaltetem VgV | 07/2022 |